Krücke

Mittwoch, 25.7.

ab 21:45 Uhr

Drama nach einem Roman von Peter Härtling.
D 1992.
FSK 12.
Regie Jörg Grünler.
Musik Mick Baumeister.
Mit Heinz Hoenig, Götz Behrendt, Martina Gedeck, Peter Simonischek, Florian Martens u. a.

Auszeichnungen: Deutscher Filmpreis 1993, Filmband in Gold (Darstellerische Leistung. Beste Ausstattung. Beste Kamera), Max-Ophüls-Preis 1993 (Publikumspreis), Hessischer Filmpreis 1993 (Bester Spielfilm), FBW 1993 Prädikat „wertvoll“

Der 13jährige Thomas verliert auf der Flucht aus Schlesien seine Mutter und ist jetzt bei Kriegsende allein. Er kommt bis nach Wien und trifft dort auf den Schieber „Krücke“, der sein Bein sonstwo verloren hat. Krücke weiß nichts mit dem Jungen anzufangen, er ist ihm lästig, weil er alleine „bessere Geschäfte“ machen kann. Aber – ob er will oder nicht – der Kleine wächst ihm ans Herz. Im Moment ist nichts wichtig, außer Essen zu besorgen, entweder auf dem schwarzen Markt, was Krücke aus dem FF beherrscht, oder bei Krückes Freundin Bronka. Bronka arbeitet in einer Kneipe für die Alliierten als Bedienung. Der Wirt sieht es natürlich gar nicht gerne, dass da auf einmal ein „Krüppl und a Kind“ auftauchen. Aber Krücke macht sich nützlich, spielt allabendlich auf seinem Saxophon, und Thomas hilft als Kellner, das sieht Herr Ferdi gerne und für sein Lokal ist ein nur von Vorteil. Leider wird die Kneipe eines Tages dem sowjetisch besetzten Sektor von Wien zugesprochen und muss schließen.

Jetzt müssen sie sich etwas einfallen lassen und fahren aufs Land, um bei Hamsterfahrten an Essbares zu kommen. Irgendwann bekommen die beiden die Nachricht, dass sie nach Deutschland zurückkehren können. In Zügen eingesperrt beginnt eine irre Fahrt durch Deutschland, bis sie endlich in Passau ankommen. Thomas‘ Mutter steht auf dem Bahnsteig.
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